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Montag, 19. Juli 2010

Tina Modotti

Das Kunsthaus Wien zeigt die von Andreas Hirsch kuratierte Ausstellung über Tina Modotti. Es ist immer wieder schwierig Ausstellungen im erdrückenden Hundertwasserbau anzusehen. Diesem Ausstellungsraum fehlt jede Zurückhaltung, und die gezeigten Exponate sind immer in Gefahr von schiefen Wänden, Zwiebelchen und bunten Emailtaferln zur Tourismusfarce zu werden --- bei dieser Schau nicht: Sie besteht und kann überzeugen. Das mag auch daran liegen, das sich Tina Modotti auch zu Lebzeiten von ihren damaligen, Weggefährten abheben vermochte: Diego Rivera und Edward Weston.

Die knappen zehn Jahre ihrer fotografischen Arbeit bilden die revolutionär-utopistische Welt Mexikos der 20er Jahre ab. Aufbruch, Umbruch und Revolutionsromantik. Gerade hier ist - neben der ästhetischen Qualität der Bilder - die Stärke der Ausstellung. Tina Modotti - wie auch ihre Freundin Frida Kahlo - entwickeln ihre eigenen Sichten auf die Revolution und das linke Projekt in Mexiko. Und sie geben damit einen individuellen Widerpart zum Agitprop der Muralismos, der uns - im wahrsten Sinn des Wortes - die damalige revolutionäre Avantgarde in Personen verbildlicht.

Den Blick auf das Mexiko der 20er Jahre, den Tina Modotti freigibt, gibt es noch bis 7.11.2010.
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Dienstag, 28. Juli 2009

Punk-Roaar-Tattoo-Hasen-Sweetness

Der Sommer ist nicht da. Weil das Klima kollabiert. Aber sei's drum - das Sommerloch hat sich auch geschlichen! Fünf Bands an vier Tagen, unzählige DJs, Kunst, Kultur und Sonnenbad. Ein gutes Wochenende besteht aus:

Freitag, 2. Januar 2009

Kulturhauptstadtjahre

Ich hab sie ja gerne, die Kulturhauptstadtidee der Europäischen Union. Mir ist schon klar, dass gerade die alternative Kulturszene leidliche Probleme (linz09.info !!) mit dem Umgang der Politik mit lokalen Szenen und Einrichtungen im Klammergriff der Repräsentnativkunst hat. Und doch finde ich's gut. Ich fand Graz03 sehr gut und besuchenswert, und ich freu mich auch für und mit Linz.

Ich konsumiere manchmal einfach auch gerne und problemlos. Und da ist so eine Kulturanhäufung, nebst herausgeputzter Stadt und 1A-Architektur schon was gutes. Und weil's diesmal wirklich nur eine halbe Autostunde entfernt lag, habe ich mir auch die Eröffnung in der Silvesternacht gegeben. Und das war schon gut: Anstatt der ansonsten am Hauptplatz aufspielenden Jazzgitti, gab's Texta, Attwenger und Louis Austen und anstatt der Abba-Disko gab's Zwölftonmusik. Einfach so den LinzerInnen vor die Füsse gerotzt. Und die fanden das dann auch noch gut. Das ist schon gut. Mir taugts, und ich werde mir noch einige Dinge geben da.

Sonntag, 29. Juni 2008

guter Trip

Nein, keine Drogenreview, sondern das kurze Brevier für das nette Wochenende. Und ausgiebig Wanderei und dann ausgibig Baderei gibt es gut im Ötscherland. So habe ich meine Kilos in den Ötschergräben einmal hinab und wieder hinauf getragen. Vorbei an Felsschluchten, Wasserfällen und entlang waaghalsig angelegter Pfade. Beim Abendessen dann wieder einen Promi getroffen. Letztens war es ja Bob Geldof in Budapest - diemal war es dann Reinhard Fendrich. Und wie immer sind wir beide gemeinsam am Pissoire gestanden - Tradition eben. Die Pensionsempfehlung diesmal: Pension Eder in Gaming wo es das Doppel mit Frühstück um gute 55,- gibt. Das Land wird zwar kreuz- und quer von Schmalspurbahne durchzogen, und im Notfall läßt sich solcherart auch eine Anreise organisieren, doch mit Auto gehts besser.

Samstag, 26. April 2008

gesehen: Gustav und die Trachtenkapelle Dürnstein

Wie jedes Jahr um diese Zeit war die kleine Karawane wieder unterwegs in Richtung Krems. Denn seit Tomas Zierhofer-Kin das Donaufestival leitet, ist es immer wieder für künsterische bzw. musikalische Überaschungen gut. Keine Überaschung im eigentlichen Sinne war, dass Gustav dort auftritt, ist sie doch inzwischen etablierte Größe hier. Eine kleine Sensation jedoch war Sie selbst, ihr kleines Ensemble und vor allem die Trachtenkapelle Dürnstein, die in großartigen Arragements (wie bringt man eigentlich einen Sequenzerfile in ein orchestrales Arrangement?) neue und alte Titel von Gustav interpretierten.
Dabei war die Trachtenkapelle zu keinem Zeitpunkt zum exotische Aufputz eines Popkonzerts degradiert, nein - hier wurde wirklich gemeinsam konzertiert, und eine Klammer zwischen musikalischen Welten geschaffen. Ein Brückeneffekt, der für ein Konzert lang die Musikwelten unserer Elterngeneration (falls man am Lande aufgewachsen ist) und der eigenen zusammenbringt. Sowas erlebt man nicht jeden Tag.

Sonntag, 13. April 2008

Heisse Thermen, gutes Sein

Der Tipp für alle, die sich's ein wenig besser gehen lassen möchten: Thermenbesuch in Budapest. Um wenig Geld (115,- für zwei Personen) kommt man gut im alten Viersternhotel Gellert am Donauufer unter. Da kann dann im Preis inbegriffen gebadet, sauniert, dampfgebaded, massiert und relaxed werden. Und das im Jugendstilbad! Unglaublich! In Budapest immer fein: Markthalle, Cafe Gerbaud (mit Bob Geldof am Nebentisch und im Pissoire) und natürlich Realsozialismus auf der Zitadelle (siehe Bild). Und für alle Sparefrohs: Rückfahrkarte in Budapest kaufen, das spart nochmal 14,- EUR. [weitere Fotos]